Montag, 10. Februar 2020


Bedingt durch die aktuelle Corona-Krise hat der PHG-Vorstand alle geplanten Veranstaltungen (Rondas, Sardinhada und Buchvorstellungen) abgesagt. Der Vorstand kann in Hinblick auf die geplanten Veranstaltungen keine Verantwortung für die Gesundheit der PHG-Mitglieder übernehmen und hat deshalb bis Ende August 2020 alle gemeinsamen Aktivitäten absagen müssen.
Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung!

Dies betrifft leider auch die geplante Feier zum 
 100. Geburtstag der Fadosängerin
Amália Rodrigues
(Im Amália-Rodrigues-Weg, Ecke Schützenstraße in Hamburg-Bahrenfeld)

Zu Ehren der verstorbenen Jubilarin wurde die vor Jahren aufgestellte Gedenktafel durch den Verein erneuert. 


Gedenktafel wurde erneuert durch den 2. Vorsitzenden der PHG, Gerd Jückstock
Gedenktafel am Amália-Rodrigues-Weg wieder aufgestellt
26.05.2020

Heute konnten die PHG-Mitglieder Hubertus Brähler und Gerd Jückstock endlich die renovierte Amália-Rodrigues-Gedenktafel wieder an ihrem angestammten Platz im Amália-Rodrigues-Weg/ Ecke Schützenstraße aufstellen. Nach 10 Jahren hatte sich die alte Grundplatte mehr oder weniger in Holzpulver aufgelöst und auch die Kanten und die Innenseite wiesen kleinere Rostschäden auf. So wurde es Zeit, dass sich die beiden mit der Aufarbeitung befassten. Seit Februar haben sie die Platte in kleinen Schritten wieder aufgefrischt, so dass sie fast wieder wie neu aussieht. Jetzt steht der Feier des 100sten Geburtstages nur noch die CORONA-Krise im Wege. Aber wenn es nicht im Juli sein kann, so werden wir die Feier vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt nachholen können.
Wer aber zu Amálias Ehrentag Blumen bringen oder sich einfach nur an sie erinnern möchte, kann sich natürlich zu ihrem Geburtstag an der Gedenktafel einfinden. Bis dahin werden wir vielleicht auch den Unrat und den Wildwuchs im Umfeld beseitigt haben.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Fa. MALECO und deren Geschäftsführer Herbert Leonhart, ohne deren Hilfe wir die Tafel nicht hätten aufstellen dürfen.


Gerd Jückstock

Unser Mitglied Hubertus Brähler beseitigt die Rostschäden



info.phg-hh.de/webseiten/amalia.jpg


Amália Rodrigues, mit vollem Namen Amália da Piedade Rebordão Rodrigues wurde am 23. bzw. 1. Juli 1920 in Lissabon geboren und starb am 6. Oktober 1999 ebenfalls in Lissabon. Am 23. Juli geboren deshalb, weil sie an diesem Tag amtlich registriert wurde. Tatsächlich soll ihr Geburtstag aber schon am 1. Juli 1920 gewesen sein. Sie war die wohl bedeutendste Fado -Sängerin und wurde deshalb auch als „Stimme Portugals“ oder „Königin des Fado“ bezeichnet. Amália Rodrigues wäre am 1.7.2020 -  100 Jahre alt geworden. 
Wandmalerei Amália in Lissabon

Amália war eines von zehn Kindern einer armen Familie. Der Vater war Schuster und Musiker. Als junges Mädchen musste sie beim Verkauf von Früchten in den Docks der Cais da Rocha, in Alcântara einem Stadtteil von Lissabon, helfen. Amália hatte keine einfache Kindheit, denn die Armut der Familie hinderte sie öfters daran, die Schule zu besuchen. Als junge Frau begann sie schon früh damit, öffentlich Volkslieder und Tangos zu singen. 


AMÁLIA RODRIGUES CANTA O 

«FADO MALHOA»


1939 begann ihre Karriere als Fado-Sängerin im Nachtclub Retiro da Severa . Ein Jahr später heiratete sie den Gitarristen Francisco da Cruz. In den Jahren 1944 und 1945 führten Tourneen sie nach Brasilien, wo auch ihre ersten Plattenaufnahmen stattfanden. In den folgenden Jahrzehnten nahm sie unzählige Platten auf (die Zahl wird auf über 170 geschätzt) und wirkte in etwa einem Dutzend Filmen mit. Unter anderem sah man sie in einem Film des Regisseurs Wim Wenders über Lissabon. Tourneen führten sie um die ganze Welt. Ihre unpolitische Haltung unter der Diktatur Salazars wurde ihr oft vorgehalten. Musikalisch jedoch war sie unumstritten. Den letzten öffentlichen Auftritt hatte sie im Rahmen der Expo 1998. 

Anlässlich ihres Todes im Oktober 1999 rief der damalige Premierminister António Guterres eine dreitägige Staatstrauer aus, der laufende Wahlkampf wurde eingestellt. Sie wurde auf dem Friedhof Prazeres beigesetzt. 2001 überführte man ihre sterblichen Überreste in das Lissabonner Pantheon in der Kirche Santa Engrácia, eine Ehre, die ihr als erster Frau zuteil wurde. In der Rua de São Bento in Lissabon befindet sich das ihr gewidmete Museum Museu Fundação Amália Rodrigues. Ihr Leben und ihre Musik sind Thema des Musicals Amália, das 2002 uraufgeführt wurde. Es folgte ein biographischer Kinofilm über ihr Leben. Bis zum heutigen Tage gilt Amália als Ikone des Fado. 


Amália und Fussballspieler Eusebio. Foto: Hemeroteca de Lisboa



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Historischer Rückblick über die Artikel zu Amália in der Portugal-Post

Portugal-Post 9:

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Politisch Lied – Garstig Lied - Zum politischen Hintergrund des Fado

Portugal –Post 23:

Portugal-Post 24:

Portugal-Post 25:

Portugal-Post 48:

Rede zur Einweihung der Gedenktafel zu Ehren von Amália am 28.8.2010

Portugal-Post 48:

PHG verstärkt die Präsenz Amálias in Hamburg von Peter Koj

Portugal-Post 48 Buchbesprechung

Buchbesprechung: 30 Jahre mit Amália von Estrela Carvas

Portugal-Post 48:

Fado-Text Amália



Amália im Radio - Lisboa FM 92,0 - Live Stream


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